Der Held vom Bahnhof Friedrichstrasse

Kunstwirtschaftlers Lesetipp: «Der Held vom Bahnhof Friedrichstrasse», Maxim Leo, Kiepenheuer & Witsch.

«Der Held vom Bahnhof Friedrichstrasse», Maxim Leo, Kiepenheuer & Witsch. Foto © Kunstwirtschaftler
«Der Held vom Bahnhof Friedrichstrasse», Maxim Leo, Kiepenheuer & Witsch. Foto © Kunstwirtschaftler

Maxim Leo ist Journalist. Er wurde 1970 in Ost-Berlin, der damaligen Hauptstadt der DDR, geboren. Als die Mauer 1989 fiel, war er 19 Jahre alt. Ob er sich davor schon danach sehnte, in den Westen zu fahren, weiss ich nicht. Tatsache aber ist, dass viele Menschen in der Deutschen Demokratischen Republik und in Ost-Berlin sich sehnten. Leos Held vom Bahnhof Friedrichstrasse ist denn auch ein «Ermöglicher» solcher Sehnsüchte und Träume.

Er verstellt, als Diensthabender, eine Weiche, die eine vollbesetzte S-Bahn nach Westberlin umleitet und so eine Massenflucht ermöglicht. Ob gewollt oder zufällig, das gilt es im Roman zu erlesen. Eine solche Weiche gab es allerdings wohl wirklich. Was danach passiert und wie ein vormals unbekannter Videothekenbesitzer vom Bundespräsidenten ins Schloss Bellevue eingeladen wird, erzählt Maxim Leo auf höchst unterhaltende und überraschende Art. Ein kurzweiliges Buch, nicht nur für Berlin-Enthusiasten.

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